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by qwen3.7-flash, 2026-09-12
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This retrospective study evaluated the long-term effectiveness of Semm’s three-phase endometriosis therapy, which combines surgical intervention with six months of GnRH analog administration, in 105 patients. Researchers assessed histological biopsies for MIB-1 proliferation markers to categorize disease activity and tracked symptom recurrence over a mean follow-up period of 8.5 years. The results indicated that patients with high pre-treatment proliferation rates experienced significantly lower recurrence rates of dysmenorrhea and pelvic pain compared to those with inactive lesions, leading to a five-year cumulative recurrence rate of 56% overall. This paper is centrally about endometriosis — specifically analyzing how the proliferative state of lesions influences long-term outcomes after combined surgical and hormonal treatment.
Abstract
Fragestellung: Die kombinierte Endometriosetherapie nach Semm wird häufig zur Primärtherapie eingesetzt, wobei als Medikation GnRH-Analoga zum Standard geworden sind. Da der therapeutische Effekt einer hormonellen Therapie differiert und die Endometriose eine zu Rezidiven neigende Erkrankung ist, evaluierten wir die Effektivität der Drei-Phasen-Therapie unter Berücksichtigung des Proliferationszustandes der Endometriose bei der Primärdiagnose. Methode: In einer retrospektiven Studie wurden 105 Patientinnen untersucht, die einer Drei-Phasen-Therapie nach Semm mit sechsmonatiger GnRH-Analoga-Applikation zugeführt wurden. Die endoskopische Klassifikation der Endometriose erfolgte nach dem rAFS-Score. Zur histologischen Verifizierung erfolgten Probebiopsien. Der Proliferationszustand der Endometriose wurde prätherapeutisch in den histologisch positiven Biopsien immunhistochemisch durch die Expression des Proliferationsmarkes MIB-1 bestimmt und entsprechend der Dekoration in 4 Gruppen eingeteilt: keine Dekoration, geringe Dekoration (50%). An Hand eines ausführlichen Fragebogens wurde das rezidivfreie Intervall bestimmter Symptome und die damit verbundene Effektivität dieser Therapieoption erhoben. Ergebnisse: Nach 1Jahr traten im Mittel bei 12% der Patientinnen erneut Dysmenorrhoen und bei 8 bzw. 14% wieder Dyspareunien und Unterbauchbeschwerden auf. Bezogen auf die prätherapeutische Expression des Proliferationsmarkers MIB-1 imponierte ein signifikanter Unterschied. So gaben Patientinnen mit fehlender Dekoration in den endometrialen Läsionen in 18% Dysmenorrhoen, dagegen Patientinnen mit einer starken prätherapeutischen Dekoration nur in 6% erneute Dysmenorrhoen an. Dieser Unterschied ließ sich auch bei den anderen Symptomen nachweisen. Nach 5 Jahren betrug die kumulative Rezidivrate aller Symptome 56%. Auch hier zeigte sich ein deutlicher Vorteil bei den Patientinnen mit einer starken prätherapeutischen Dekoration des Proliferationsmarkes MIB-1 (Rezidivrate 40%) Der postoperative Beobachtungszeitraum betrug im Mittel 8,5 Jahre. Schlussfolgerungen: Durch die kombinierte Endometriosetherapie werden gute Heilungsraten erreicht. Nach einem kurzen rezidivfreien Intervall treten erneut endometriosetypische Beschwerden auf. Die Rezidivraten sind vom Proliferationszustand der Endometriose abhängig. Je höher die Proliferationstendenz bei der Primärdiagnose, desto länger ist das rezidivfreie Intervall. Für die klinische Praxis ergibt sich daraus folgende Konsequenz: Eine Endometriose muss möglichst früh diagnostiziert und therapiert werden, bevor ein Übergang in eine proliferativ inaktive Endometriose erfolgt. So können die Rezidivraten vermindert und das rezidivfreie Intervall deutlich verlängert werden.
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DOI: 10.1055/s-2005-920963
Langzeitergebnisse nach kombinierter Endometriosetherapie in Abhängigkeit vom Proliferationszustand der Endometriose
Fragestellung: Die kombinierte Endometriosetherapie nach Semm wird häufig zur Primärtherapie eingesetzt, wobei als Medikation GnRH-Analoga zum Standard geworden sind. Da der therapeutische Effekt einer hormonellen Therapie differiert und die Endometriose eine zu Rezidiven neigende Erkrankung ist, evaluierten wir die Effektivität der Drei-Phasen-Therapie unter Berücksichtigung des Proliferationszustandes der Endometriose bei der Primärdiagnose. Methode: In einer retrospektiven Studie wurden 105 Patientinnen untersucht, die einer Drei-Phasen-Therapie nach Semm mit sechsmonatiger GnRH-Analoga-Applikation zugeführt wurden. Die endoskopische Klassifikation der Endometriose erfolgte nach dem rAFS-Score. Zur histologischen Verifizierung erfolgten Probebiopsien. Der Proliferationszustand der Endometriose wurde prätherapeutisch in den histologisch positiven Biopsien immunhistochemisch durch die Expression des Proliferationsmarkes MIB-1 bestimmt und entsprechend der Dekoration in 4 Gruppen eingeteilt: keine Dekoration, geringe Dekoration (50%). An Hand eines ausführlichen Fragebogens wurde das rezidivfreie Intervall bestimmter Symptome und die damit verbundene Effektivität dieser Therapieoption erhoben. Ergebnisse: Nach 1Jahr traten im Mittel bei 12% der Patientinnen erneut Dysmenorrhoen und bei 8 bzw. 14% wieder Dyspareunien und Unterbauchbeschwerden auf. Bezogen auf die prätherapeutische Expression des Proliferationsmarkers MIB-1 imponierte ein signifikanter Unterschied. So gaben Patientinnen mit fehlender Dekoration in den endometrialen Läsionen in 18% Dysmenorrhoen, dagegen Patientinnen mit einer starken prätherapeutischen Dekoration nur in 6% erneute Dysmenorrhoen an. Dieser Unterschied ließ sich auch bei den anderen Symptomen nachweisen. Nach 5 Jahren betrug die kumulative Rezidivrate aller Symptome 56%. Auch hier zeigte sich ein deutlicher Vorteil bei den Patientinnen mit einer starken prätherapeutischen Dekoration des Proliferationsmarkes MIB-1 (Rezidivrate 40%) Der postoperative Beobachtungszeitraum betrug im Mittel 8,5 Jahre. Schlussfolgerungen: Durch die kombinierte Endometriosetherapie werden gute Heilungsraten erreicht. Nach einem kurzen rezidivfreien Intervall treten erneut endometriosetypische Beschwerden auf. Die Rezidivraten sind vom Proliferationszustand der Endometriose abhängig. Je höher die Proliferationstendenz bei der Primärdiagnose, desto länger ist das rezidivfreie Intervall. Für die klinische Praxis ergibt sich daraus folgende Konsequenz: Eine Endometriose muss möglichst früh diagnostiziert und therapiert werden, bevor ein Übergang in eine proliferativ inaktive Endometriose erfolgt. So können die Rezidivraten vermindert und das rezidivfreie Intervall deutlich verlängert werden.
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