Erfahrungen von Frauen mit Endometriose im Rahmen ihrer gesundheitlichen Versorgung

In: Geburtshilfe und Frauenheilkunde · 2015 · vol. 75(07) · doi:10.1055/s-0035-1558355 · W2619327401
article OA: closed CC0
Full text JSON View on OpenAlex View at publisher
AI-generated summary by claude@2026-06, 2026-06-08

This study investigated the experiences of women with endometriosis within the German healthcare system and how the disease impacts their lives, highlighting the challenges in maintaining quality of life.

One-sentence paraphrase of the abstract; not a substitute for reading it. No clinical advice. How this works

Abstract

Obwohl seit einigen Jahren eine interdisziplinäre S1-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Endometriose vorliegt, scheint es sehr unterschiedliche Versorgungsmuster zu geben. Der Umgang mit der Erkrankung stellt hohe Anforderungen an die an Endometriose erkrankten Frauen. Es verlangt große Anstrengungen und viele Entscheidungen, trotz der Beschwerden eine möglichst gute Lebensqualität zu erhalten. Bislang liegen wenige Erkenntnisse darüber vor, welche Erfahrungen Frauen mit Endometriose im Rahmen ihrer gesundheitlichen Versorgung im deutschen Gesundheitswesen machen und wie sich die Erkrankung auf ihr Leben auswirkt.
Full text 3,125 characters · extracted from oa-doi-fallback · click to expand
Subscribe to RSS DOI: 10.1055/s-0035-1558355 Erfahrungen von Frauen mit Endometriose im Rahmen ihrer gesundheitlichen Versorgung Hintergrund: Obwohl seit einigen Jahren eine interdisziplinäre S1-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Endometriose vorliegt, scheint es sehr unterschiedliche Versorgungsmuster zu geben. Der Umgang mit der Erkrankung stellt hohe Anforderungen an die an Endometriose erkrankten Frauen. Es verlangt große Anstrengungen und viele Entscheidungen, trotz der Beschwerden eine möglichst gute Lebensqualität zu erhalten. Bislang liegen wenige Erkenntnisse darüber vor, welche Erfahrungen Frauen mit Endometriose im Rahmen ihrer gesundheitlichen Versorgung im deutschen Gesundheitswesen machen und wie sich die Erkrankung auf ihr Leben auswirkt. Fragestellung: Daher wird an der Medizinischen Hochschule Hannover die durch das BMBF geförderte EndoHealthCare-Studie durchgeführt, deren Ziel es ist, mögliche Defizite und Probleme in der gesundheitlichen Versorgung von Frauen mit Endometriose aufzudecken. Im Rahmen von Interviews wurden Frauen mit diagnostizierter Endometriose danach befragt, welche Erfahrungen sie gemacht haben, welche Lösungsansätze Sie für sich gefunden haben, wie Sie mit den Bedingungen in der gegenwärtigen Versorgungssituation umgehen und welche Verbesserungsvorschläge sie haben. Methoden: Die rund 40 Interviews wurden digital aufgenommen und vollständig transkribiert. Mittels der Qualitativen Inhaltsanalyse wurde das Inanspruchnahmeverhalten von Gesundheitsleistungen auf Fallebene zusammengefasst und verschiedene Muster der Nutzung von Gesundheitsleistungen identifiziert und die Erfahrungen im privaten Umfeld dokumentiert. Ergebnisse: Das Interesse zur Studienteilnahme war unerwartet hoch (270 Anfragen). Die durchgeführten Interviews zeigten eine große Bandbreite an Erfahrungen mit substanziellen interindividuellen Unterschieden in der medizinischen Versorgung in Bezug auf die Diagnoseverzögerung, die Anbieter der Gesundheitsleistungen und den Umfang und die Art der diagnostischen und therapeutischen Leistungen, aber auch in der Wahrnehmung des privaten und beruflichen Umfeldes. Die Diagnoseverzögerung ist insbesondere bei jungen Frauen sehr lang, verkürzt sich aber bei bestehendem Kinderwunsch. Das mit Abstand häufigste Problem zeigt sich in der Trivialisierung und Psychologisierung der Beschwerden und Symptome seitens der Ärzte und auch der Einfluss des privaten Umfeldes und der Gesellschaft auf das Inanspruchnahmeverhalten der Frauen ist überaus bedeutsam. Die Arzt-Patienten-Beziehung ist gekennzeichnet durch wechselseitigen Vertrauensverlust und ungünstige Kommunikation. Darüber hinaus werden die Meinungen und die vorliegenden Ergebnisse der Kollegen seitens der behandelnden Ärzte nicht immer adäquat wahrgenommen. Schlussfolgerung: Das Informationsdefizit ist sowohl bei den Frauen wie auch den Ärzten weiterhin erschreckend hoch. Einfache Lösungsansätze erscheinen jedoch unrealistisch, da die Vorurteile und die Tabuisierung des Themas Unterbauchschmerz offensichtlich auch noch in heutiger Zeit tief in der Gesellschaft verwurzelt sind.

Text is read by the "Ask this paper" AI Q&A widget below. Extraction quality varies by source — PMC NXML preserves structure cleanly, OA-HTML may include some navigation residue, and OA-PDF can have broken hyphenation. The publisher copy (via DOI) is the canonical version.

My notes (saved in your browser only)

Ask this paper AI returns verbatim quotes from the full text · source: oa-doi-fallback

Answers must be backed by verbatim quotes from this paper's full text. Hallucinated quotes are dropped automatically; if no verbatim passage answers the question, we say so. How this works

Condition tags

die_deep_infiltrating

Citation neighborhood (no data yet)

We don't have any in-corpus citations linked to this paper yet. The paper's references may be in our DB but unresolved to ``paper_id`` (resolution happens at ingest when the cited DOI matches a row we already have). Run the cross-source citation reconcile pass to retry.

Source provenance

openalex
last seen: 2026-06-04T00:00:01.174412+00:00
License: CC0 · commercial use OK